Geschichte des SVUA Arnsberg
Als der Regierungspräsident Arnsberg zum 01.01.1929 verfügte, dass alle bakteriologischen Fleischuntersuchungen zentral in dem neugegründeten tierärztlichen Untersuchungsamt eingesandt werden müssten, war dies die Geburtsstunde des Arnsberger Institutes.
Schon bald nach der Eröffnung des Amtes trafen außer den Proben zur bakteriologischen Fleischuntersuchung zunehmend auch Blut-, Milch- und sonstige Proben tierischer Herkunft von amtlichen und privaten Stellen zur Untersuchung ein. So wurden im Untersuchungsjahr 1932 bereits Tuberkulose, Rauschbrand, Rotlauf und Brucellose diagnostiziert. Als 1938 die Maul- und Klauenseuche eingeschleppt wurde und sich in ungeahnter Weise verbreitete, erwies sich die Herstellung von Rekonvaleszentenserum zur Schutzimpfung gesunder Rinderbestände als notwendig, wobei die Gewinnung dieser Seren dem Untersuchungsamt übertragen wurde.
Nach dem 2. Weltkrieg erfolgte eine stetige Erweiterung des Untersuchungsamtes, da die Bekämpfung von Tierseuchen wie Tollwut, Tuberkulose, Brucellose/Leukose sowie der Ausbau der tierärztlichen Lebensmittelüberwachung neue Untersuchungskapazitäten notwendig machten. Nachdem man anfänglich in drei Räumen der alten Bezirksregierung untergebracht war, folgte 1934 der Umzug in ein angekauftes Gebäude in der Johannesstraße. Aber schon bald erwies sich auch dieses als zu klein, so dass man ein neues Institutsgebäudes an der Straße Zur Taubeneiche plante. Im Jahre 1956 konnte dieser Neubau bezogen werden. Mitte der 70er Jahre musste aber auch dieses Haus schon erweitert werden. Neben dem Verwaltungstrakt wurde eine Tierseuchenabteilung eingerichtet, die so konzipiert ist, dass hier auch mit Erregern hochkontagiöser Seuchen gearbeitet werden kann, ohne dass dies eine Gefahr für Mensch, Tier und Umwelt bedeutet.
Im Zeitraum 1999 - 2001 wurde dann der 1956 bezogene Gebäudetrakt umfangreich saniert und im Hinblick auf heutige Laboranforderungen umgebaut.
Die Anforderungen der pathologischen Diagnostik und des Arbeitsschutzes stiegen auch im Bereich der Tierseuchenabteilung weiter an, so dass eine Erweiterung der Sektionshalle erforderlich wurde. Der Neubau einer großen und geräumigen Sektionshalle sowie der Umbau des bisherigen Sektionsbereiches inclusive einer neuen thermischen Abwasserbehandlungsanlage konnten dann Anfang 2007 in Betrieb genommen werden.
Neben den baulichen und räumlichen Entwicklung sind insbesondere die Übernahme neuer Aufgaben erwähnenswert:
![]()
![]()
![]()
![]()